Das Thermalwasser der Insel Ischia ist seit antiken Zeiten gut bekannt und genossen. Schon die ersten euböischen Kolonialisten (8. Jh. v. Chr.) schätzten und nutzten die Thermalquellen Ischias, wie die zahlreichen archäologischen Funde aus Pithecusa zeigen.
Die Griechen sprachen den Thermalwassern übernatürliche Kräfte zu und nutzten sie, um Geist und Körper zu erholen und als Heilmittel für Kriegswunden (in "vor-antibiotischer" Zeit!). Strabo, griechischer Historiker und Geograf, erwähnt in seinem monumentalen geografischen Werk die Insel Ischia und die Vorzüge seiner Thermalquellen (Geograph. Lib. V).
Die Römer, erkannten genauso die magischen Kräfte der Thermalquellen der Insel und bauten öffentliche Thermen als Mittel für Kur und Erholung sicher und professionell. Auf der Insel sind in der Tat keine imposanten Überreste von Thermalbauten, wie in Rom, gefunden worden, wahrscheinlich wegen der Vulkanausbrüche und Erdbeben, die oftmals die Grundfesten erschütterten.
Der Niedergang des römischen Imperiums fällt zusammen mit u.a. der Aufgabe der Badekultur: es finden sich in der Tat keine Spuren einer Nutzung der Thermalquellen aus dem Mittelalter. Heutzutage werden fast alle Quellen von Hotels und Privatleuten verwaltet. Es gibt nur noch wenige Plätze ,an denen die Quellen wie "damals" geblieben sind und sie befinden sich in Orten, die überwiegend nur mit Boot zu erreichen sind.
Die über 100 Thermalquellen Ischias bestehen aus zur Zeit 69 Dampfquellen und 29 unterirdischen Warmwasserreservoirs. Es gibt Thermalquellen und Hyperthermalquellen ( warme und sehr warme Quellen ).
Bei Trinkkuren wird Mineralwasser, vor allem Mineralwasser,
das Spurenelemente und Bikarbonat enthält, als Therapie für zahlreiche
Funktionsstörungen innerer Organe verabreicht, darunter Leber-, Darm- und
Magenleiden.
Die therapeutische Nutzung von Trinkkuren nach ärztlicher Indizierung stellt
eine der wichtigsten Formen von Thermalbehandlungen dar. Im Allgemeinen haben
diese Behandlungen eine unterstützende und stimulierende Wirkung auf den
Stoffwechsel und die funktionelle Regeneration unseres oft vom Stress des modernen
Lebens belasteten Organismus.
|
Duschtherapien sind zwar noch nicht sehr verbreitet,
jedoch von sicherer therapeutischer Wirkung. Diese Art der Behandlung kann sowohl
mit Leitungs- als auch mit Thermalwasser durchgeführt werden. Der Vorteil
von Thermalwasserduschen besteht in der Kombination von Behandlungsmethode und
Heilkräften des Wassers.
Der Wasserstrahl, der auf die gesamte Körperoberfläche ausgedehnt
oder auf eng abgegrenzte Körperzonen beschränkt werden kann (wie im
Fall von fadenförmigen Duschen), hat nicht nur eine direkte Wirkung auf
die behandelte Körperzone sondern eine generell stimulierende Wirkung auf
den Gesamtorganismus, vor allem auf Herz und Kreislauf und auf das Nervensystem.
Die vom Wasserstrahl stimulierten Körperzonen sind durch Nervenenden nicht
nur mit den äußeren Geweben verbunden, sondern auch mit inneren Geweben
und Organen, auf die sich die wohltuende Wirkung ebenfalls überträgt.
Aus diesem Grund haben sich die Duschen als besonders nützliche Unterstützung
bei der Behandlung von psychischen Leiden und Gemütsschwankungen (Behandlung
von Angstpatienten und Depressionen) und bei ästhetisch-medizinischen Problemen,
vor allem bei Cellulitis und anderen kosmetischen Problemen, erwiesen.
|
Bei Irrigationen und Spülungen werden Mineralwasser
oder auch Thermalgase in direkten Kontakt mit den Schleimhäuten gebracht
(Schleimhäute des Rektums, der Vagina, des Rachen- und Nasenbereichs).
Das zu diesem Zweck benutzte Thermalwasser wird in „Irrigatoren“ genannte Behälter
gefüllt und auf die für die verschiedenen Anwendungen gewünschte
Temperatur und Konsistenz gebracht. Eventuell werden Medikamente dazu gegeben.
Das Wasser wird über Sonden in Kontakt mit den zu behandelnden Schleimhäuten
gebracht: Durchströmung der Schleimhäute, Tropfbad (zur adäquaten
Absorbierung des Thermalwassers), Innenspülung mit mikronisierter Dusche,
besonders bei Trommelfellentzündungen.
Die Irrigationsmethode hat sich aufgrund der reinigenden und aseptischen Wirkung
des verwendeten Wassers besonders bei der Behandlung von Entzündungen der
weiblichen Genitalien bewährt.
Die Anwendung von salz-brom-jodhaltigem Wasser wirkt auf die Regulierung der
Funktionen der Eierstöcke und des Menstruationszyklus.
Irrigationen des Hals-Nasen-Ohrenbereichs erlauben die Behandlung eines breiten
Spektrums von Erkrankungen und die Einführung von mikronisierten Nasenduschen
gestattet einen hohen Grad von Penetration des verwendeten Wassers und einen
Fortschritt bei der Behandlung vieler Erkrankungen der Nasen- und Rachenschleimhäute.
Das Thermalwasser wird vernebelt und mittels spezieller Geräte mit den
Nasenlöchern in Kontakt gebracht.
Zahnfleisch- und Mundhöhlenirrigationen haben einen zweifellos positiven
Nebeneffekt bei der Behandlung der Paradontose (Pathologie des Zahnfleischgewebes).
Die Irrigation stimuliert sowohl den Blut- als auch den Lymphkreislauf des Gewebes
und trägt zu einer Regression der Entzündungsprozesse bei.
Irrigationsmethoden werden bei der Behandlung von Darmleiden eingesetzt: Die
wichtigsten Behandlungsarten dabei sind: Rektaldusche, Proktoklyse und Mikroklisma.
Je nach chemischer Zusammensetzung des Wassers können verschiedene chronische
Darmbeschwerden behandelt und Verstopfungszustände normalisiert werden.
|
Grotten und
Dampfbäder (Anthrotherapie)
Mit dem Begriff Anthrotherapie werden verschiedene
therapeutische Anwendungen von Wasserdämpfen in natürlichen oder vom
Menschen angelegten Höhlen bezeichnet.
Die therapeutische Wirkung der natürlichen Grotten und Dampfbäder
wird durch die warmen Thermalquellen oder die Entwicklung von Dämpfen,
bedingt durch aktive vulkanische Phänomene, hervorgerufen. In den Grotten
und Dampfbädern werden die Patienten in einem besonderen Mikroklima behandelt,
das von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird (Wassertemperatur und chemische
Zusammensetzung des Wassers; Feuchtigkeit, Zusammensetzung eventuell vorhandener
Thermalgase, Zusammensetzung des Gesteins, Ionisierung der Luft).
Die Anthrotherapie wird vor allem bei rheumatischen und Gelenksleiden sowie
u.a. bei Erkrankungen der Atemwege erfolgreich eingesetzt.
|
Unter Inhalation versteht man die Einführung
von Mineralwasser oder seinen Gasbestandteilen in die Atemwege mit Spezialgeräten,
die das Wasser in winzige Partikel zerstäuben. Die Inhalationskuren teilen
sich in feuchte und trockene Inhalationen, je nachdem, ob die Vernebelung mit
Wasserdampf oder Druckluft durchgeführt wird. Die wichtigsten Inhalationskuren
sind: Vernebelungen, Inhalationen, Aerosol, Humages und Insufflationen.
Von den jeweiligen Inhalationsgeräten ist der Grad der Zerstäubung
der Thermalwasserpartikel abhängig, was von grundlegender Bedeutung für
den Wirkungsgrad der Inhalation ist, da nur stark mikronisierte Partikel bis
in die engen peripheren Bronchialverzweigungen vordringen können.
Nach Erreichung der gewünschten Temperatur und Konsistenz des Wasserdampfes
wird er mit Hilfe von Masken oder Röhrchen über den Mund und/oder
die Nase inhaliert.
|
Bei der Vernebelung wird das Thermalwasser zu einem
Nebel mit unterschiedlicher Konsistenz zerstäubt, in eigens dafür
vorgesehene Räume geleitet und von mehreren Patienten inhaliert.
Die Vernebelungsmethode unterscheidet sich von anderen Inhalationskuren dadurch,
dass in speziellen Räumen mehrere Patienten gleichzeitig den „therapeutischen
Nebel“ inhalieren.
Wie bei anderen Inhalationsverfahren auch kann die Größe der fein
verteilten Wasserpartikel sowie die Luftfeuchtigkeit im benutzten Raum reguliert
werden.
|
Auch die Behandlung mit Aerosol basiert auf der
Dispersion der Wasserpartikel, die beim Aerosol bis auf weniger als 3 µ
reduziert werden.
Die Anwendung von Aerosol ist ähnlich wie andere Inhalationsanwendungen,
unterscheidet sich aber vor allem darin, dass die Temperatur des Aerosols der
Temperatur des Wassers an der Quelle entspricht, und dass dabei, unabhängig
von den Zerstäubungstechniken, die chemische Zusammensetzung des Quellwassers
bewahrt bleibt.
Besondere Formen der Aerosoltherapie wurden auf die jeweils zu behandelnden
Erkrankungen abgestimmt: zur Behandlung von Rhinitis, Sinusitis und Bronchialasthma
werden die Wasserpartikel auf eine Größe von nicht weniger als 12
µ Durchmesser zerstäubt und auf eine Temperatur von ungefähr
36 Grad Celsius erwärmt.
Um einen hohen Grad von Homogenität der Partikel zu garantieren, wurden
Ultraschallverneblungsgeräte entwickelt, weit fortschrittlichere Instrumente
als es die herkömmlichen sind. Diese Methode e rlaubt eine hervorragende
Aufnahme des Präparates durch die Schleimhäute und das Eindringen
ins Trommelfell.
Die Ultraschall-Verneblungsgeräte unterscheiden sich von den herkömmlichen
dadurch, dass das zu inhalierende Aerosol durch Hochfrequenzschwingung hergestellt
und mit Kompressoren beschleunigt wird.
|
Bei Humage-Anwendungen wird natürliches Gas
benutzt, das spontan aus den Thermalquellen austritt oder mit speziellen technischen
Verfahren aus den Thermalquellen gewonnen wird. Deshalb werden Humages auch
'Emanationen' genannt.
Hauptsächlich bei radioaktivem und besonders gashältigem Thermalwasser
ist das Austreten von Gasen zu beobachten.
Humages können bei Erkrankungen der Atemwege sowohl individuell als auch
als Gruppentherapie angewendet werden: zur kollektiven Anwendung von Gasinhalationen
stehen in den Thermalanlagen eigene Inhalationsräume zur Verfügung.
|
Bei Insufflationen handelt es sich um eine besondere
Art von Thermalkuren zur Behandlung der Initialphasen bei Insuffizienz der Mittelohrdurchgängigkeit
(eustachische Röhre / Trommelfell /Übertragungsapparat), die zu chronischen
Mittelohrentzündungen und Gehörverlust führen können.
Die Behandlung von durch Tubeninsuffizienz bedingten Mittelohrentzündungen
durch Einblasen des Thermalwassers in die Nase mit einem speziellen Kompressor
(Politzer-Verfahren), um das Mittelohr ausreichend zu belüften, ist besonders
wirkungsvoll.
Nasen-Rachen-Insufflationen werden hingegen direkt durch die Nasenhöhlen
über Katheder oder Sonden durchgeführt.
|
Das Thermalwasser besitzt Eigenschaften und Wirkungen,
die die Balneotherapie, d.h. das Baden des ganzen Körpers oder von Körperteilen
in Thermalwasser, zu einer der wichtigsten Therapiemethoden macht. Dank seiner
besonderen Zusammensetzung stimuliert das Thermalwasser in der Balneotherapie
die Heilwirkung auf unterschiedliche Art und Weise: durch Wärme, mechanische
Anregung, physikalisch-chemische und chemische Prozesse.
Was die Wärme betrifft, darf man nicht vergessen, dass das Wasser bei der
höchsten spezifischen Wärme einen niedrigen Leitfähigkeitskoeffizienten
hat, zudem die Möglichkeit bietet, in großen Mengen benutzt zu werden,
und deswegen die Wärme sehr gut speichert. Körper mit hoher Wärmespeicherung
sind in der therapeutischen Praxis sehr nützlich, da sie ihrerseits die
Wärme auf die beste Art und Weise weitergeben können: gleichmäßig
ohne plötzliche Wärmesprünge, sodass es zu keinen plötzlichen
und unerwarteten Wärmestößen in den Geweben, mit denen sie in
Berührung geraten, kommt.
Vom praktischen Gesichtspunkt aus gesehen gibt es im Wesentlichen 3 Arten von
Bädern: Bäder mit niedriger Mineralisierung oder hypotonische Bäder;
- Bäder mit mittlerer Mineralisierung; Bäder mit hoher Mineralisierung
oder hypertonische Bäder.
Diese Unterteilung hängt von der Temperatur und der Salzkonzentration des
benutzten Mineralwassers ab. Drei Wirkungen können grundsätzlich mit
der Salzkonzentration im Wasser verbunden werden: die erste betrifft die Erhöhung
der Temperatur durch das direkte Verhältnis zwischen spezifischem Gewicht
und Wärmekapazität und Wärmespeicherung; die zweite verstärkt
die hydromechanischen Aktivitäten, während die dritte auf die Haut
ausgeübt wird, besonders bei hypertonischen Bädern, die mit Stimulation
der Nerven, Veränderung der osmotischen Ströme u.s.w. besonders die
inneren Organe wirken.
Thermalbehandlungen sind in vielen Gebieten der Gefäßpathologie,
vor allem bei Venenleiden, unverzichtbar geworden. Thermalbäder vo n 32
– 36 Grad Celsius in kohlenstoffhältigem oder doppelkohlensauer alkalihältigem
Thermalwasser, aber auch in sulfat-, schwefel- , salz-brom-iodhältigem
Wasser sind die wichtigste Behandlungsmethode dabei. Die hydrostatische aber
vor allem die besondere physikalisch-chemische Wirkung der Mineralwasser führen
dabei zu eindeutig besseren Ergebnissen als Bäder in normalem Fließwasser.
Die Balneotherapie wird noch zusätzlich durch Sauerstofftherapie, Unterwassermassage,
Gefäßgymnastik und Drainagen sowie durch Hygiene- und Diätbehandlung
integriert. Die Anwendungen entsprechen der Auffassung von einer ganzheitlichen
Thermalbehandlung bei Venenleiden.
Zu unterstreichen wäre noch, dass das Baden in Thermalwasser mit Massagebehandlungen
verbunden werden kann, wobei Wasserstrahlen mit unt erschiedlichem Druck auf
den im Wasser befindlichen Körper wirken, um die Blutzirkulation zu stimulieren.
In vielen Thermalanlagen wird zusätzlich ein Spaziergang verschrieben,
um auch Herz und Kreislauf in Schwung zu bringen.
Die Balneotherapie wird auch in Thermalanlagen am Meer durchgeführt, wo
zusätzlich Sandbäder verabreicht werden können. In diesen Anlagen
wird natürlich Meerwasser benutzt und das Bad kann in einem Schwimmbecken
mit bis zu maximal 38 Grad Celsius erwärmtem Wasser oder direkt im Meer
(Kaltbad) genommen werden. Im Allgemeinen wird der Verbleib im Wasser mit Bewegungstherapie
gekoppelt. Diese kann autonom und direkt (z.B. Schwimmen) erfolgen oder als
Kinesiotherapie, bei der der Patient selbst sich passiv verhält, angewendet
werden.
Ein Bad im Meer bietet zusätzlich den durch die Wellenbewegung verursachten
Massageeffekt, der den Organismus insgesamt stark und wohltuend stimuliert.
|
Der Thermalschlamm ist eine besondere Mischung aus
tonhaltiger Erde, einem flüssigen Bestandteil (Thermalwasser verschiedener
Zusammensetzung) und einem organischen Bestandteil, der sich während der
Reifung bildet. Vor den 30er Jahren wurde Ton als eine amorphe und kolloidale
Substanz betrachtet. Die modernen mineralogischen Methoden haben seine wichtigsten
Bestandteile, nämlich die tonhältigen Minerale, entdeckt.
Die Entdeckung dieser Minerale hat zweifellos auch zum besseren Verständnis
des „Reifungsprozesses“ des Thermalschlammes geführt. Der Vorgang dauert
1-2 Jahre und während dieser Zeit wird der Schlamm mit pflanzlichen und
tierischen Mikroorganismen angereichert und gleichzeitig vermischen sich die
verschiedenen Bestandteile immer enger. Die besondere Zusammensetzung des Fango
bedingt seine Heilwirkung durch bestimmte Komponenten: Wärme, mechanische,
und chemische Reize. Was den Wärmefaktor betrifft, hat keine andere Substanz
vergleichbare physikalische und che misch-physikalische Eigenschaften, die es
ihr erlauben würden, so viel Wärme bereit zu stellen und sie langsam
und ohne unangenehme Temperaturschwankungen an den mit Schlamm bedeckten Körperteil
abzugeben.
In der Fangotherapie kann natürlicher Schlamm verwendet werden (wie er
in der Natur vorkommt, ohne verändert oder angereichert zu werden), oder
aber es können künstlich mit speziellen Prozeduren Mischungen mit
besonderer chemischer Zusammensetzung und besonderen Eigenschaften hergestellt
werden.
Schlammpackungen, die aus einer Kombination zwischen tonhältigen und flüssigen
Bestandteilen aus der benutzten Thermalquelle hergestellt werden, sind besonders
für die Behandlung von Hautkrankheiten, von Artrose und rheumatischen Beschwerden
(Knochenartrose), bei Bewegungsproblemen und für die Behandlung von Gicht
geeignet. Außerdem eignet sich die spezielle Methode der Fangoapplikationen
direkt in der Beckengegend („Fangohöschen“) für die Behandlung von
gynäkologischen Leiden.
|
Sandbäder stellen eine besondere Art der Thermalanwendungen
dar. Dabei wird Meeressand mit seinem besonderen Salzgehalt verwendet. Salze
und organische Bestandteile im Sand, die ganz unterschiedlich zusammengesetzt
sein können, sind das Ergebnis eines durch die Wellenbewegung erzeugten
Filterprozesses.
Die Psammatotherapie stellt oft eine Phase innerhalb eines komplexeren therapeutischen
Prozesses dar, und wird mit Balneotherapie in Meerwasser und anderen Thermalbehandlungen
verbunden.
Im Allgemeinen werden Sandbäder in Zusammenhang mit Thalassotherapie angeboten,
wobei die Thermalbehandlungen (Sand- und Meerbäder) durch die Vorteile
des Klimas und der Meerlage unterstützt werden.
Die klimatischen Bedingungen, unter denen die Behandlungen durchgeführt
werden, sind von großer Bedeutung und das Mittelmeerklima erscheint aufgrund
seiner geringen Temperaturschwankungen, seiner mittleren Luftfeuchtigkeit und
seines Luftdruckes optimal. Die Orte am Meer biet en zusätzlich noch eine
natürliche Aerosol-Behandlung, wenn der Wind Ione und Mineralsalze aus
dem Meerwasser an Land weht.
Sandbäder sind speziell für die Behandlung von rheumatischen und Knochen-
und Gelenksleiden indiziert, während die Thalassotherapie mit ihrer Kombination
aus klimatischen Bedingungen und Thermalkuren für ein breites Spektrum
von Pathologien geeignet erscheint. Dazu gehören Hautkrankheiten (auch
Psoriase), Entzündungen der Atemwege, Immunschwäche und Rachitis bei
Kindern.